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Suchritt im Nebel
Am Sonntag, den 12. Oktober 2008, fand auf dem Islandpferdehof Homberg im Westerwald die alljährliche Reiterrallye des IPF Wäller Wind e.V. statt. 45 Reiter hatten sich und ihre Pferde
für die 13 km lange Strecke angemeldet. Gestartet wurde im Abstand von 10 Minuten in Kleingruppen von bis zu 6 Reitern, die je nach Altersstufe nach Erwachsenen- oder Jugendwertung ritten.
Gegen 9 Uhr machten sich die ersten Starter auf den Weg. Hatte der Wetterbericht einen sehr schönen goldenen Oktober-Tag prophezeit, mussten doch die meisten ReiterInnen die sehr
schöne, abwechslungsreiche Strecke im dichten Nebel hinter sich bringen. Das brachte der guten Laune allerdings keinen Abbruch und auch die unterwegs gestellten Aufgaben wurden meisterlich erfüllt. Zunächst galt
es, in einer Minute so oft wie möglich über 5 hintereinander aufgestellte Eimer zu balancieren, natürlich mit dem Pferd an der Hand! Hier waren vor allem das Gleichgewicht des Reiters sowie die Folgebereitschaft
des Pferdes gefragt. An der zweiten Station musste mit einer Spielzeugpistole, die kleine Pfeile abschießt, auf eine Dart-Scheibe geschossen werden. Wer hier auf einem unruhigen Pferd saß, hatte so einige
Schwierigkeiten, überhaupt auf die Scheibe zu zielen! Bei der nächsten Aufgabe waren dann allerdings wieder die schnellen Pferde gefragt. Ein mit Futter gefüllter Eimer musste in der vorgegeben Zeit möglichst
oft zwischen zwei Tonnen hin und her transportiert werden. Natürlich ist bei einer Reiterrallye auch das Allgemeinwissen des Reiters gefragt und deshalb wurden an der vierten Station die Namen von Pferden aus den
verschiedensten Erzählungen abgefragt. Da musste so manch einer lange überlegen, bis ihm der Name von Winnetou´s Pferd wieder eingefallen ist! Kurz vor dem Ende der Strecke musste dann noch ein Trailparcours
absolviert werden. Mit verbundenen Augen Slalom reiten, Schenkelweichen über eine Stange und Aufsteigen von der rechten Seite verlangten von jedem Reiter-Pferd-Paar eine Menge Vertrauen, Geschick und Beweglichkeit.
Nach dem Ritt gab es für alle zur Stärkung eine kräftige Suppe und sogar die Sonne kämpfte sich pünktlich zur Siegerehrung durch den Nebel. So strahlten am Ende die Sieger Thorsten
Weiß (Erwachsene) und Catharina Krentel (Jugend) mit der Sonne um die Wette. Ein besonderer Dank gilt natürlich allen Helfern und Helferinnen, vor allem denen, die bei den Straßenüberquerungen im dichten Nebel
für einen sicheren Übergang aller Reiter sorgten!
Schwarze Schafe gibt es leider auch bei gelungenen Veranstaltungen, denn einige Reiter haben in Waigandshain den gut markierten Weg wohl im Nebel nicht mehr gesehen und sind über
liebevoll angelegte Rasenflächen geritten.
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